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Kalkulierter Zufall - zwei neue Großformate im Hela-Gebäude
Wie bewältigt man das große Format (122 x 244 cm), wenn es um abstrakte Malerei geht? Wie schafft man eine gelungene Komposition, die dauerhaft im öffentlichen Raum überzeugen soll, die aber auch einen spontanen, gestischen Ursprung und Ausdruck hat?
Die Klasse 10a des Schuljahres 08/09 bediente sich, um dieses Problem zu lösen, der Methode Hans Hartungs, indem zunächst sehr kleine, spontane abstrakte Farbskizzen hergestellt wurden. Jeder Schüler, jede Schülerin fertigte 5 - 10 etwa postkartengroße Versuche. Aus dieser Masse wählte die Klasse im demokratischen Diskussionsprozess 2 Vorlagen aus, die später als Großformat realisiert werden sollten. Nach einer Vorauswahl der gelungendsten Bilder wurden diese fotografiert und per Beamer projeziert, damit die Wirkung als Großformat vorstellbar wird.
Dann erfolgte die Ausarbeitung der Großformate: Projektion als Folie über Overhead-Projektor, Nachzeichnung der Formkonturen und schließlich akribische farbliche Übertragung. Die Arbeitsform ist hierbei das genaue Gegenteil des Ausgangspunktes.
Spontaneität - Kalkül - Handwerk, dies waren die Stufen, die der Herstellungsprozess der beiden neuen Arbeiten der Hela-SchülerInnen durchlaufen hat.
A.Prigge |








