Trommeln für neues Lernen

 

Projekte zur nachhaltigen Bildung: Weitere 48 „Zukunftsschulen" wurden ausgezeichnet

 

 

 

Kiel - Jasmin Semmel isst nicht mehr so viele Gummibären, seit sie weiß, dass in einer Tüte soviel Kalorien wie in 53 Stück Würfelzucker steckt. Das ist nur ein Ergebnis des Projekts „Fit in die Zukunft", für das die Realschule am Seminarweg in Bad Segeberg den Titel „Zukunftsschule" erhielt. Nach der Auszeichnung 48 weiterer Schulen trägt jetzt landesweit jede zehnte Schule das Prädikat.

 

 

 

 

Sie haben ihren Schulhof umgestaltet, einen Schul- oder Schmetterlingsgarten angelegt, ein Wildbienenhotel gebaut, sich um eine gesunde Pausenversorgung gekümmert, sich mit dem Klimawandel oder dem Artenschutz beschäftigt. „Heute etwas für morgen bewegen" lautet das Motto der vor zwei Jahren gestarteten Aktion „Zukunftsschule.SH", die vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) organisiert und vom Sparkassen- und Giroverband unterstützt wird.

 

48 gestern erstmals ausgezeichnete sind neuer Rekord.„Das zeigt, wie viele plietsche Jungs und Deerns es gibt", meinte Verbandspräsident Jörg-Dietrich Kamischke. „An den Zukunftsschulen können Schüler in besonderer Weise Verantwortung übernehmen, Partizipation lernen, vernetzte Arbeitsstrukturen entwickeln und positiv erfahren, dass sie selbst einen Beitrag für eine bessere Welt leisten können", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD). Viele Schulen sind inzwischen schon zum zweiten oder dritten Mal dabei und erhielten bereits die nächst höhere Auszeichnung. Nach „Wir sind aktiv" folgen die Qualitätsstufen "Wir arbeiten im Netzwerk" und "Wir setzen Impulse". Alle ausgezeichneten Schulen erhalten ein Schild "Zukunftsschule" für ihren Eingang.

 

Von den landesweit 117 "Zukunftsschulen" stellten gestern 43 ihre Projekte in der Sparkassenakademie in Kiel aus. Kaum waren die Stände aufgebaut, riefen Trommeln in den Saal. Die Trommler gehörten auch zu einer "Zukunftsschule", der Grund- und Hauptschule Bornhöved, die in ihrem Projekt "Wie wir und andere leben" andere Kulturen kennengelernt hat.

 

Von Thomas Christiansen, KN

 

 

Annika H. und  Marlena M. nehmen die Auszeichnung entgegen