Schulverband Schacht-Audorf

 

Lise Meitner
 
Leben
Lebenslauf

 
 
 

Privates von Elise Meitner
 
 

Elise Meitner wurde am 17. November 1878 in Wien geboren. Sie ist das dritte Kind von dem Rechtsanwalt Dr. Philipp Meitner und seiner Frau Hedwig, geb. Skovran. Nach Lise kommen noch fünf weitere Kinder auf die Welt.
 
 

Insgesamt zieht das Ehepaar Meitner fünf Mädchen und zwei Jungen groß. Die Familie lebt sehr sparsam trotz der angesehenen Rechtsanwaltskanzlei des Vaters.
 
 

In ihrer Freizeit beschäftigte sich Lise mit klassischer Musik. Am 27. Oktober 1969 stirbt Elise Meitner in Cambridge, mit der Erfüllung eines Wunsches, daß Leben solle nicht leicht sondern inhaltsreich sein. Und das hat sie geschafft. Ihr Leben war sicherlich eines der inhaltsreichsten und interessantesten Leben die es je gab.
 

Schulischer Werdegang und Studium von Elise Meitner
 
 

Lise Meitner besuchte 5 Jahre lang die Volksschule, dann 3 Jahre die Bürgerschule.
 
 

Am 15. Juli 1892 hält Lise ein Entlassungszeugnis in ihren Händen, welches ihr ausgezeichnete schulische Leistungen bescheinigt.

Zu Lises Schulzeit ist Mädchen der Zugang zu höheren Lehranstalten noch nicht gestattet. Doch Lise geht eine Art Schleichweg für studierwillige Frauen. Sie erlernt in Privatkursen den Abiturstoff, um an einem Gymnasium eine sogenannte "externe Matura" (österreichisches Wort für Abitur) abzulegen. Zunächst wird Lise als Französischlehrerin ausgebildet. 1889 besuchte sie einen Privatkurs um sich auf die strenge Abiturprüfung vorzubereiten. In nur 2 Jahren erlernt Lise neben Latein und Griechisch den Schulstoff von 8 Jahren. 1901 stellt sich Lise zusammen mit weiteren 13 Mädchen der Abiturprüfung. Mit ihr bestehen nur 4 weitere Mädchen diese Prüfung. Am 11. Juli 1901 wird Lise Meitner das Maturitätszeugnis ausgestellt.
 
 
 
 

Am 2. Oktober 1901 beginnt sie ihr Studium der Physik, Mathematik und Philosophie in Wien.
 
 

1905, nach 8 Semestern Studium, beginnt Lise mit ihrer Doktorarbeit. 1907 verläßt sie ihre Geburtsstadt Wien, um in Berlin ihr Studien fortzusetzen.
 
 

Beruflicher Werdegang von Elise Meitner
 
 

Im Alter von 31 Jahren, verläßt Lise Meitner mit der Unterstützung ihrer Eltern ihr Heimatland Österreich und geht nach Berlin, um mehr Verständnis von Physik zu gewinnen. Sie spricht bei Max Planck vor, obwohl Frauen in Preußen zu diesem Zeitpunkt noch nicht zum Hochschulstudium zugelassen sind. Sie überzeugt dennoch den Wissenschaftler. Er akzeptiert sie in seinen Vorlesungen und macht sie 1912 sogar zur ersten Universitätsassistentin.
 
 

Die Kollegen Hahn und Meitner publizierten von Anfang an gemeinsam und machten sich als Team einen Namen in der Fachwelt. Sie wurden auch schon bald zusammen aber auch einzeln für Nobelpreise vorgeschlagen.
 
 

Ab 1917 baute Lise Meitner (nicht mehr unbezahlt) ihre eigene physikalische Abteilung im Kaiser-Wilhelm-Institut auf, die sie 21 Jahre lang selbständig leiten sollte.
 
 

Lise Meitner regte 1934 die Versuche an, die 4 Jahre später zur Atomspaltung führten. Doch als dieser Erfolg kam lebte sie als Flüchtling in Stockholm.
 
 

Im Februar 1939 publizierte Lise ihre Arbeit über die "nuclear fission" eine neue Kernreaktion.
 
 

Lise Meitner und ihre Arbeit gerieten bald darauf in Vergessenheit. Doch im Jahre 1953 stellte Karl-Friedrich von Weizsäcker die Kernphysikerin unwidersprochen als "langjährige Mitarbeiterin Hahns, Frl. Elise Meitner" dar. Ein Etikett, das der Forscherin lange anhaften sollte. Lise Meitner reagierte empört darauf, da sie eine wahrhaftig schwere Zeit durchlebt habe und es nicht wolle, daß ihr jetzt auch ihre wissenschaftliche Vergangenheit genommen würde.

Lise Meitner "die Mutter des Atoms", wie sie auch oft genannt wurde, blieb immer auch die scheue Frau aus der Zeit des K&K-Monarchie. Öffentlich aufzutreten hatten Frauen damals noch viel weniger gelernt als heute.

1991 zog Lise als erste Frau in den Ehrensaal des Deutschen Museums.
 

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TABELLARISCHER LEBENSLAUF
 
 
 
 
 
 

Persönliche Daten
 
 

Name: Meitner Elise (Meitner Lise )
 
 

Geburtsdatum : 17.11.1878

Geburtsort : Wien

Eltern : Dr. Philipp Meitner ,Wiener Rechtsanwalt

Hedwig geb. Skovran Geschwister : vier Schwestern , drei Brüder
 
 

Schulischer Werdegang
 
 

1884-1889 : Volksschule

1889-1892 : Bürgerschule

1892-1898 : Ausbildung zur Französischlehrerin
 
 

Studium

1901-1907 : Studium der Physik , Mathematik und Philosophie

  1. beginn der Doctorarbeit
Hobbys Klassische Musik , Physik Beruf Kernphysikerin
 
 
 

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